Schluss mit rissen: wie man trockenbauwände korrekt verarbeitet und saniert
Warum risse in trockenbauwänden entstehen
Trockenbauwände sind heute ein zentraler Bestandteil moderner Innenausbauten.
Sie ermöglichen flexible Raumaufteilungen, sind leicht, schnell errichtet und bieten gute Schallschutz- und Brandschutzeigenschaften. Trotzdem kommt es häufig zu einem Ärgernis, das viele Hausbesitzer und Renovierende kennen: feine oder sogar deutlich sichtbare Risse. Diese entstehen aus verschiedenen Gründen. Einer der häufigsten ist die natürliche Bewegung des Gebäudes – insbesondere in Neubauten, die sich in den ersten Jahren noch setzen. Auch Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit wirken auf die Bauteile ein und führen zu minimalen Ausdehnungen oder Schrumpfungen.
Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die Materialverarbeitung. Wenn Fugen nicht ordnungsgemäß verspachtelt, Gipskartonplatten falsch verschraubt oder die Unterkonstruktion nicht ausreichend stabilisiert wurde, entstehen zwangsläufig Spannungen. Besonders kritisch sind die Stoßbereiche zwischen zwei Platten sowie Übergänge zu massiven Wänden oder Decken. Werden diese nicht mit geeigneten Armierungsmaterialien versehen, sind Risse fast vorprogrammiert.
Die richtige vorbereitung: stabile unterkonstruktion und fachgerechte verschraubung
Damit Trockenbauwände langfristig rissfrei bleiben, beginnt alles bei der Unterkonstruktion. Metallprofile oder Holzständer müssen exakt ausgerichtet, fest verschraubt und ausreichend verstrebt werden. Jede Unebenheit oder Instabilität überträgt sich später auf die Gipskartonplatten. Auch der Abstand zwischen den Profilen spielt eine Rolle – meist 62,5 cm oder 40 cm, abhängig von der Plattenstärke und geplanten Belastung.
Bei der Verschraubung gilt: Schrauben dürfen nicht zu tief in die Platte gezogen werden, sollten aber auch nicht hervorstehen. Der Schraubabstand sollte eingehalten werden, meist 17 cm bei Wänden und 25 cm bei Decken. Ein weiterer häufig unterschätzter Punkt ist die fachgerechte Anordnung der Platten. Kreuzfugen, also das direkte Zusammentreffen von vier Plattenecken, müssen unbedingt vermieden werden, da diese Bereiche besonders rissanfällig sind.
Fugen korrekt verspachteln: die basis für rissfreie oberflächen
Die Fugenbearbeitung ist der entscheidende Schritt, um Risse dauerhaft zu vermeiden. Zunächst wird ein geeigneter Fugenspachtel angewendet, der speziell für Gipskartonwände entwickelt wurde. Je nach Plattentyp (z. B. mit abgeflachten Kanten) wird eine Armierung eingesetzt – üblicherweise ein Papierfugenstreifen oder Glasfaserfugenband. Papierbänder gelten als langlebiger, da sie eine höhere Zugfestigkeit besitzen.
Der Spachtel wird in mehreren Schichten aufgetragen. Die erste Schicht dient dazu, das Band fest in die Fuge einzubetten. Nach dem Trocknen folgen weitere Feinschichten, die die Übergänge ebnen und die Wand für das Finish vorbereiten. Wichtig ist eine ausreichende Trocknungszeit sowie das sorgfältige Schleifen der späteren Oberfläche.

Risssanierung: wie man bestehende schäden repariert
Bereits entstandene Risse lassen sich zuverlässig beheben – vorausgesetzt, man arbeitet gründlich. Oberflächliches „Übermalen“ hilft nicht lange. Zunächst wird der Riss etwas aufgeweitet, damit der Spachtel tief eindringen kann. Danach wird die Stelle gereinigt und mit einem geeigneten Spachtelmaterial gefüllt. Besonders wichtig ist es, erneut eine Armierung einzusetzen, selbst wenn die ursprüngliche Fuge bereits mit Band versehen war. Alte Risse zeigen oft, dass entweder das Band gefehlt hat oder die Spannungen stärker waren als erwartet.
Nachdem die Spachtelmasse getrocknet ist, wird die Fläche geschliffen und erneut dünn überspachtelt, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erhalten. Abschließend können Grundierung und gewünschte Endbeschichtung erfolgen – sei es Farbe, Tapete oder Putz.
Tipps für eine langanhaltend stabile trockenbauwand
Um zukünftige Risse zu vermeiden, lohnt es sich, einige zusätzliche Maßnahmen zu berücksichtigen. Ein wichtiger Faktor ist die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Extreme Schwankungen sollten vermieden werden, insbesondere während der Bauphase. Heizlüfter oder zu schnelles Austrocknen der Räume erhöhen das Risiko von Spannungen.
Auch die Wahl der Endbeschichtung spielt eine Rolle. Starre Putze oder sehr dichte Farbsysteme können Bewegungen schlechter ausgleichen, während elastischere Systeme geringfügige Bauteilbewegungen besser kompensieren. Bei Anschlüssen zu Bauteilen aus Beton oder Holz empfiehlt sich der Einsatz von dauerelastischen Fugenmassen – trockenbau wien.
Fazit: sorgfalt zahlt sich aus
Rissfreie Trockenbauwände sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen und fachgerechten Verarbeitung. Von der stabilen Unterkonstruktion über die korrekte Verschraubung bis hin zur professionellen Verspachtelung mit Armierungsmaterial – jeder Schritt trägt zur Langlebigkeit bei. Und selbst wenn Risse bereits entstanden sind, können sie mit der richtigen Technik dauerhaft saniert werden. Wer Wert auf saubere, glatte und optisch ansprechende Wände legt, sollte daher nicht an der falschen Stelle sparen, sondern auf hochwertige Materialien und solide Verarbeitung setzen.
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